Meine Schwerpunkte für Eimsbüttel in der Bürgerschaft

Veröffentlicht am 30.01.2020 in Allgemein

Agata Klaus

Meine Schwerpunkte, die ich auch als Bürgerschaftsabgeordnete mit voller Kraft mitgestalten will, sind Kultur- und Bildungspolitik und Integration.

1. Kulturpolitik

Als Kunsthistorikerin kenne ich mich gut in der Hamburger Kunst- und Museumsszene aus und weiß es sehr zu schätzen, dass sie so vielfältig und stark ist. Aber wir müssen mehr dafür tun, dass es auch so bleibt. Wir müssen den Künstlerinnen und Künstlern bezahlbare Ateliers zur Verfügung stellen.

Zudem ist es wichtig, dass man den Austausch fördert von Kunst- und Kulturschaffenden und denjenigen, denen künstlerische Positionen und Denkweisen fremd sind. In Zeiten, in denen die Gesellschaft immerzu Gewinnmaximierung anstrebt, braucht es die Auseinandersetzung mit der Kunst, um einen Referenzraum zu schaffen, um den Horizont zu erweitern und um Teilhabe zu ermöglichen.

2. Bildungspolitik 

Durch meine eigene Biografie und durch das Leben mit drei Kindern kenne ich das Bildungswesen sehr gut. In der Grundschule habe ich Deutsch gelernt. Habe mich dann mit viel Nachhilfeunterricht durch das Gymnasium gekämpft. Als Arbeiterkind habe ich als erste in meiner Familie mit Hilfe eines üppigen Bafögs studiert und mit einer staatlichen Begabtenförderung dann auch meine Doktorarbeit geschrieben.

Meine Vollzeitbeschäftigung war nur möglich durch die Kita-Reform des Hamburger Senats, der durch ein Gutscheinsystem für eine faire und bezahlbare Betreuung sogar der Allerkleinsten gesorgt hat. Meine Kinder gehen auf zwei unterschiedliche Ganztagsschulen hier im Stadtteil, die Schule Rellinger Straße und die Schule Eduardstraße. Was für uns als Familie manchmal ganz schön anstrengend ist, empfinde ich als ein Privileg. Wir können uns die Schule aussuchen, die zu unseren Kindern passt. Was ich damit sagen will: Gute Bildungspolitik ist die Basis für alles weitere. Demokratiebildung, gesellschaftlichen Zusammenhalt und Chan-cengleichheit. Dafür möchte ich mich weiterhin stark machen.

3. Schwerpunkt Integration

Die meisten Menschen flüchten nach Europa und Deutschland und Hamburg vor Bürgerkriegen, Verfolgung, Folter und Tod. Es ist unsere humanitäre Pflicht, die Menschen bei uns aufzunehmen, sie erfolgreich zu integrieren und  für ein gutes Miteinander zu sorgen. Denn ich bin überzeugt davon, dass mehr Diversität unsere Gesellschaft besser macht. Aber wir müssen uns auch stärker um die Fluchtursachen kümmern. Menschen dürfen nicht in Lagern in Libyen oder der Türkei eingesperrt werden. Wir als Hamburgerinnen und Hamburger müssen mehr Verantwortung übernehmen. Das ist nicht nur aus der deutschen Historie wichtig, sondern auch ein Gebot der Menschlichkeit Nächstenliebe und Solidarität.

Von Agata Klaus, stellvertretende Distriktsvorsitzende

 
 

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