Gleichstellung

Können Männer denn auch Bundeskanzlerin?

Über das Ende von 2020 werden sich alle Bürgerinnen freuen. Wir blicken dank der unermüdlichen Arbeit der Ärztinnen, Pflegerinnen und Forscherinnen in einer besseres Jahr 2021 und erhoffen uns die Lösung der Pandemie. 2021 hält aber auch politisch Einiges für uns parat. 2021 soll das Superwahljahr werden, allem voran mit der Wahl unserer neuen Bundeskanzlerin. Für viele junge Frauen wird es irritierend sein, dass zur Wahl zur Bundeskanzlerin bisher auch Männer ihren Hut in den Ring geworfen haben. Denn eine ganze Generation hat die letzten bewussten 16 Jahre nur unter einer Bundeskanzlerin erlebt. Sie wussten gar nicht, dass es zur Bundeskanzlerin ein männliches Pendant gibt. Dass Männer überhaupt Bundeskanzlerin wer-den können, überrascht daher viele. Gerade wenn frau auf das Pandemie-Management schaut. Länder unter der Führung von Frauen schneiden überdurchschnittlich gut ab, dank des besonnenen, aber auch durchgreifenden Krisen-Managements. Kriege, Sklavereien, Plünderungen, Kämpfe und Hungersnöte wurden in der Geschichte bisher nur von Männern verursacht. Bei den Namen Orban, Trump, Putin, Kim Jong-un überkommen eine Zweifel an der Fähigkeit eines Mannes, ein Land so zu regieren, wie es Frauen möglich ist. Dass Frauen, durch die Verbindung von strategischem Denken und emotionaler Intelligenz die besseren Börsen-Anlegerinnen, Füh-rungskräfte und Vorstandsvorsitzenden von DAX-Unternehmen sind,ist wissenschaftlich bewiesen - und trotzdem ist es an der Zeit, auch einem Mann die Chance zu geben, sich für eines der höchsten Ämter in Deutschland zu empfehlen. Überraschend ist nur, dass sich die CDU noch progressiver als die SPD und die Grünen zeigt. Die lassen ihren Delegierten sogar gleich die Wahl zwischen drei verschiedenen Männern. So viel Gendergerechtigkeit hätten wir der CDU kaum zu-getraut. Da kann sich die SPD mit nur einem einzigen Mann noch eine Scheibe abschneiden. Hoffen wir, dass sich einer dieser Männer als nur halb so besonnen und führungsstark darstellt, wie unsere bisherige Bundeskanzlerin. Britt Petersen

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